Rund ums Schaf

Unzählbar viele Schafe weiden in Südtirol. Schon allein beim traditionellen Schafabtrieb im Schnalstal,
einer beeindruckenden und jahrhundertealten Tradition, werden bis zu 4000 Stück Vieh vom Vinschgau
und Schnalstal zu den Almgründen im Venter Tal im hinteren Ötztal getrieben. Unsere Passeirer Schafe,
ca. 3000 an der Zahl, gelangen zur Weide über das Timmelsjoch ins Ötztal.

Folgende Schafrassen sind in Südtirol verbreitet: Tiroler Bergschaf, Schwarzbraunes Bergschaf, Villnösser Brillenschaf, Jura-Schaf, Schnalser Schaf, Tiroler Steinschaf.

Weltweit gibt es ungefähr 800 verschiedene Schafrassen. Durch weiteres Züchten und Kreuzen entstehen
immer wieder neue Rassen. Sie unterscheiden sich in ihrem Aussehen und ihrer Farbe, in der Qualität der
Wolle, in der Ohren- und Kopfform.

Das Tiroler Bergschaf
Es ist ein hornloses, großwüchsiges Schaf mit Hängeohren, einer Ramsnase (gebogener Vorderschädel)
und einer Tschaupe (Wollbüschel auf der Stirn). Es hat einen langen, breiten Rücken, ist mittel- bis
großrahmig und hoch im Körperbau. Es hat kräftige Beine mit einem guten Fundament, das heißt, Fesseln
und Klauen sind stark und bergtauglich. Das Vlies ist weiß mit einer langen, schlichten bis gewellten Wolle.

Das Schwarzbraune Bergschaf
Es ist dem weißen Tiroler Bergschaf sehr ähnlich. Seine Besonderheit ist die hell- bis dunkelbraune oder
schwarze Wollfarbe und die hochwertige Wollqualität.

Das Villnösser Brillenschaf
Von diesen Bergschafen gibt es nur noch wenige. Es zählt wie das Schwarz-Braune Bergschaf zu den
Schafrassen, die vom Aussterben bedroht sind. Es lebt in den Dolomitentälern, wie dem Gadertal, Abteital, Villnössertal und Eggental und ist ein kräftiges, mittelgroßes und hornloses Schaf, mit einer breiten Brust
und gut bemuskelter Schulter. Die typische Farbzeichnung am Kopf weist schwarze Ringe um die Augen Brillen)
und bis zur Hälfte schwarz gefärbte Ohren auf.